17 / 1717. alkotás a 17-bólVirtuális kiállítás
Wie ich es mache
Mykola Syadristy1959
Mykola Syadristy erzählt mit eigenen Worten, wie seine Mikrominiaturen entstehen.
„Besucher meiner Mikrominiatur-Ausstellungen stellen mir oft Fragen. Die häufigste: Was hat mich dazu gebracht, Mikrominiaturen zu schaffen, wie lässt sich eine so unglaubliche Präzision erreichen, und was ist das Wichtigste an meiner Arbeit?“
Wie eine Idee entsteht
Wie entstehen meine Werke? Vielleicht genauso wie auf anderen Gebieten: Die Idee jeder Mikrominiatur formt sich im allgemeinen Interessenkreis des Schöpfers. Bei der Arbeit benutze ich ein Mikroskop, aber ich sage ganz ernsthaft: Es allein löst kein einziges künstlerisches oder technisches Problem. Auch ein Fernrohr ist keine Garantie dafür, dass der Gipfel, den man darin sieht, auch bezwungen wird.
Material und Technik
Um technische Probleme zu lösen, muss man die Eigenschaften der verwendeten Materialien in der Praxis sehr gut kennen. Nur wer ihre chemischen, physikalischen und mechanischen Eigenschaften gründlich kennt, kann etwas erschaffen – gleichsam mit den Materialien spielen und ihre Vor- und Nachteile nutzen.
Konzentration und Inspiration
Eine Mikrominiatur zu schaffen erfordert höchste körperliche und geistige Konzentration. Ich glaube, dass eine bis an die äußerste Grenze gehende Zielstrebigkeit das Denken erweitert und die Lösung der schwierigsten Aufgabe in jedem Moment kommen kann. Auf die meisten technischen Lösungen bin ich nicht nur in meiner Werkstatt gekommen, sondern auch im Obus, in der U-Bahn oder gerade beim Binden meiner Krawatte.
Technik und Seele
Ich führe jeden Arbeitsschritt von Hand aus. Die Bewegung der mikroskopischen Schneidwerkzeuge wird durch meine Atmung und meinen Herzschlag gestört. Deshalb halte ich mich bei besonders feinen und genauen Arbeitsschritten an einen bestimmten inneren Rhythmus.
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